Warum die Vorbereitung für Ihr LinkedIn-Foto genauso wichtig ist wie das Shooting

Viele gehen mit der Erwartung in ein Headshot-Shooting, dass der Fotograf schon alles richten wird. Tatsächlich liegt ein großer Teil des Ergebnisses bereits vor dem ersten Foto fest: die Wahl der Kleidung, der Zustand der Haut, die Tagesform. Mit ein paar einfachen Vorbereitungen lässt sich das Ergebnis spürbar verbessern — ohne Stress am Shooting-Tag selbst.

Was Sie anziehen sollten

Die Kleidung ist der größte Hebel, den Sie selbst in der Hand haben. Ein paar bewährte Grundregeln:

Das funktioniert
  • Gedeckte, einfarbige Töne (Blau, Grau, Anthrazit, Bordeaux)
  • Gut sitzende, frisch gebügelte Kleidung
  • Ein dezentes Schmuckstück als Akzent
  • 2–3 Outfit-Wechsel zur Auswahl mitbringen
Das vermeiden
  • Feine Muster und Streifen (flimmern auf Fotos)
  • Große Logos oder auffällige Schriftzüge
  • Reinweiß oder Neonfarben (überstrahlen leicht)
  • Brandneue, ungetragene Kleidung mit sichtbaren Fältchen
💡 Der Branchen-Tipp

Orientieren Sie sich an der Kleidung, die Sie auch in einem wichtigen Kundengespräch tragen würden — nicht unbedingt an der formellsten Variante, die Sie besitzen. Authentizität wirkt überzeugender als ein steifer Anzug, der sonst nie getragen wird.

Haut, Haare & kleine Details

Ein paar einfache Vorbereitungen am Tag des Shootings machen einen sichtbaren Unterschied:

  • Ausreichend Schlaf in der Nacht davor — wirkt sich direkt auf die Augenpartie aus.
  • Wenig bis kein Alkohol am Vorabend, um Schwellungen zu vermeiden.
  • Haare frisch geschnitten oder gestylt — idealerweise nicht erst am selben Tag bei einem neuen Friseur.
  • Dezentes, mattierendes Make-up reduziert Glanz, ohne unnatürlich zu wirken.
  • Bartpflege oder glatte Rasur je nach gewünschtem Look — am besten am Vortag, nicht direkt vorher.

„Die besten Headshots entstehen nicht durch perfekte Technik, sondern dadurch, dass sich die Person vor der Kamera wohlfühlt. Das beginnt bei der Kleidung und endet beim richtigen Timing."

— Sascha Blei, Businessfotograf

So läuft das Shooting selbst ab

1
Kurzes Briefing vor Ort
Wir besprechen den Verwendungszweck — LinkedIn, Website, Print — und stimmen Pose und Ausdruck darauf ab.
2
Mehrere Outfit-Varianten testen
Falls mehrere Outfits mitgebracht wurden, probieren wir kurz durch, welches am besten wirkt.
3
Die eigentliche Aufnahme
Wenige Minuten reine Shooting-Zeit reichen meist aus — entspannt, mit klaren Anweisungen statt starrer Posen.
4
Direkte Vorauswahl
Auf Wunsch sehen Sie direkt am Kamera-Display eine erste Auswahl, bevor das Shooting beendet wird.

Was, wenn ich vor der Kamera unsicher bin?

Das betrifft die meisten Menschen — auch erfahrene Führungskräfte. Der Schlüssel ist, dass Sie nicht stillhalten und „lächeln" müssen, sondern durch Bewegung, Gespräch und klare Anweisungen geführt werden. Ein gutes Headshot entsteht selten beim ersten steifen Lächeln, sondern oft Sekunden danach, wenn sich der Ausdruck natürlich entspannt.

Häufige Fragen

Was sollte ich zu einem Headshot-Shooting anziehen?

Gedeckte, einfarbige Kleidung in Blau, Grau, Schwarz oder Bordeaux funktioniert fast immer. Vermeiden Sie feine Muster, große Logos und sehr helle oder sehr grelle Farben. Am besten bringen Sie 2–3 Outfit-Optionen mit, dann entscheiden wir gemeinsam vor Ort.

Brauche ich professionelles Make-up für ein Headshot?

Nicht unbedingt. Dezentes, mattierendes Make-up reicht meist aus, vor allem um Glanz auf der Haut zu reduzieren. Wer unsicher ist, kann ein leichtes Make-up wie für ein wichtiges Meeting auftragen — nicht mehr, nicht weniger.

Wie lange dauert ein Headshot-Shooting?

Für eine Einzelperson plane ich insgesamt 30–45 Minuten ein — das deckt kurzes Briefing, das eigentliche Shooting und eine erste Auswahl der Bilder ab.

Wie viele Bilder bekomme ich am Ende?

Je nach gebuchtem Paket erhalten Sie eine Auswahl an fertig bearbeiteten Bildern als Download-Galerie — die genaue Anzahl wird im Vorgespräch abgestimmt, abhängig vom Verwendungszweck.